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Was kostet ein E-Check? Wovon der Preis abhängt, Ablauf und wann er sich rechnet
Was ein E-Check kostet, hängt an Größe und Aufbau Ihrer Anlage. Einen festen Preis nennen wir nach dem ersten Termin vor Ort – der ist kostenlos.
Grundlagen
Warum es keinen festen Preis gibt
Der E-Check ist keine Ware mit Preisschild, sondern eine Prüfleistung nach Norm. Bezahlt wird die Zeit, die ein Elektriker braucht, um Ihre Anlage durchzumessen – und die hängt daran, wie groß sie ist und wie sie aufgebaut ist.
Konkret geprüft werden: Zählerschrank und Unterverteilung, jeder Stromkreis auf Isolationswiderstand und Schleifenimpedanz, die Funktion der FI-Schalter, der Zustand von Steckdosen und Schaltern sowie – auf Wunsch – die angeschlossenen Geräte. Am Ende steht ein Protokoll mit Messwerten.
Genau dieses Protokoll ist der Punkt, um den es geht. Es ist der Nachweis, dass die Anlage zum Prüfzeitpunkt in Ordnung war. Nach einem Brand- oder Wasserschaden fragen Versicherer genau danach – und kürzen ohne Nachweis mitunter die Leistung.
Was der E-Check bei Ihnen kostet, sagen wir Ihnen nach dem ersten Termin vor Ort. Der erste Termin vor Ort ist kostenlos.
Was den Preis bestimmt
- Größe der Wohnung oder des Hauses
- Zahl der Stromkreise in der Verteilung
- Ob Geräte mitgeprüft werden sollen
- Ob eine Wallbox oder PV-Anlage angeschlossen ist
- Ob die Verteilung beschriftet ist
- 20 % der Arbeitskosten sind steuerlich absetzbar
Preisfaktoren
Vier Dinge bestimmen den Preis
Wer ein Angebot vergleicht, sollte auf diese vier Punkte achten.
01
Größe der Anlage
Eine Zweizimmerwohnung hat oft fünf bis acht Stromkreise, ein Einfamilienhaus mit Keller und Außenbereich schnell zwanzig. Jeder einzelne wird gemessen – das ist der größte Kostenblock.
02
Zustand und Alter
Eine übersichtliche, beschriftete Verteilung ist in einer Stunde durchgemessen. Bei einer gewachsenen Altbauinstallation ohne Beschriftung geht viel Zeit dafür drauf, überhaupt herauszufinden, welcher Stromkreis wohin geht.
03
Geräte ja oder nein
Die Anlagenprüfung endet an der Steckdose. Sollen auch Waschmaschine, Trockner, Werkzeug oder Bürogeräte geprüft werden, kommt je Gerät ein kleiner Betrag dazu.
04
Zusatzanlagen
Wallbox, Photovoltaik, Wärmepumpe oder eine Einliegerwohnung erweitern den Umfang spürbar – diese Anlagen haben eigene Prüfpunkte.
Für wen
Wann sich die Prüfung wirklich lohnt
Drei Situationen, in denen die Ausgabe eine klare Gegenleistung hat.
Eigentümer
Wenn die Anlage älter ist
Bei Installationen aus den Sechzigern bis Achtzigern fehlen oft FI-Schalter, die Leitungsquerschnitte passen nicht mehr zur heutigen Last. Der E-Check zeigt schwarz auf weiß, was noch trägt und was nicht.
Vermieter
Wenn Sie vermieten
Als Vermieter tragen Sie die Verkehrssicherungspflicht für die Elektroanlage. Eine dokumentierte Prüfung ist der einzige Weg, das im Streitfall zu belegen – gesetzlich vorgeschrieben ist sie nicht, praktisch aber schwer zu ersetzen.
Kauf und Verkauf
Vor dem Notartermin
Beim Hauskauf sagt ein E-Check-Protokoll mehr über den Zustand der Elektrik als jede Besichtigung. Und beim Verkauf nimmt es dem Käufer ein Argument aus der Hand.
Pflicht?
Vorgeschrieben ist der E-Check nicht – mit Ausnahmen
Für die selbst genutzte Eigentumswohnung und das eigene Haus gibt es keine gesetzliche Pflicht zur wiederkehrenden Prüfung. Anders sieht es aus, sobald andere Menschen die Anlage nutzen: Im Gewerbe schreibt die DGUV Vorschrift 3 die regelmäßige Prüfung vor, und als Vermieter stehen Sie in der Verkehrssicherungspflicht.
Als Richtwert für Privathaushalte gilt ein Abstand von rund vier Jahren, spätestens aber alle zehn bis fünfzehn Jahre – und immer dann, wenn sich etwas geändert hat: nach einem Umbau, nach dem Einzug in ein älteres Haus, vor der Vermietung.
Wenn Sie einen Betrieb führen, ist der E-Check nicht das richtige Stichwort. Dann geht es um die DGUV-V3-Prüfung, die anders abgerechnet wird – die Kosten dafür haben wir hier aufgeschlüsselt.
Häufige Fragen
Was Kunden vorher wissen wollen
Wie lange dauert ein E-Check?
Eine Wohnung ist in ein bis zwei Stunden durch, ein Einfamilienhaus braucht meist einen halben Tag. Wenn die Verteilung nicht beschriftet ist, dauert es länger – dann geht Zeit dafür drauf, die Stromkreise zuzuordnen.
Muss ich während der Prüfung zu Hause sein?
Ja. Wir müssen in jeden Raum, und zwischendurch wird der Strom abgeschaltet. Rechner und Server sollten vorher heruntergefahren sein.
Was passiert, wenn dabei ein Mangel auffällt?
Wir sagen Ihnen sofort, was es ist und wie dringend es ist. Kleinigkeiten bringen wir im selben Zug in Ordnung, wenn Sie das möchten. Größeres bekommen Sie als Angebot – ohne Verpflichtung, es bei uns machen zu lassen.
Bekomme ich eine Plakette?
Bei bestandener Prüfung ja, dazu das Protokoll mit allen Messwerten. Die Plakette allein reicht der Versicherung nicht – das Papier ist das, was zählt.
Kann ich die Kosten von der Steuer absetzen?
Der Arbeitsanteil fällt unter haushaltsnahe Handwerkerleistungen – 20 % davon lassen sich direkt von der Steuerschuld abziehen. Wichtig: Die Rechnung muss den Arbeitslohn getrennt ausweisen und darf nicht bar bezahlt werden.
Lohnt sich der E-Check bei einem Neubau?
Direkt nach der Abnahme nicht – da ist die Anlage frisch geprüft. Sinnvoll wird es nach etwa vier bis fünf Jahren oder sobald nachträglich etwas ergänzt wurde.
Warum Niebecker
Meisterbrief, Innung, E-Marke
Was Ihre Anlage kostet, sagen wir Ihnen nach dem ersten Termin
Sagen Sie uns kurz, worum es geht – dann vereinbaren wir einen Termin vor Ort. Der erste Termin vor Ort ist kostenlos, danach erhalten Sie ein festes Angebot.