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Was kostet die DGUV-V3-Prüfung? Wovon der Preis abhängt
Der Preis hängt davon ab, was geprüft wird: einzelne Geräte, Maschinen oder ganze Verteilungen. Einen festen Preis nennen wir nach dem ersten Termin vor Ort – der ist kostenlos.
Grundlagen
Warum es drei völlig verschiedene Preise gibt
Wer nach dem Preis der DGUV-V3-Prüfung sucht, findet sehr unterschiedliche Zahlen. Das ist kein Widerspruch – es sind drei verschiedene Prüfungen unter einem Namen.
Ortsveränderliche Betriebsmittel sind alles, was man ausstecken und mitnehmen kann: Rechner, Monitore, Kaffeemaschinen, Verlängerungskabel, Handmaschinen. Die Prüfung geht schnell, deshalb der niedrige Stückpreis – aber es sind viele.
Maschinen und fest angeschlossene Verbraucher brauchen mehr Zeit, weil sie einzeln freigeschaltet und gemessen werden müssen.
Ortsfeste Anlagen sind die Verteilungen selbst: Zählerschrank, Unterverteilung, Schaltschrank. Hier wird jeder Stromkreis durchgemessen, das dauert am längsten.
Ein Angebot ist deshalb nur vergleichbar, wenn klar ist, was in welcher Menge geprüft wird. Was die Prüfung bei Ihnen kostet, sagen wir Ihnen nach dem ersten Termin vor Ort – der ist kostenlos.
Was in einem Angebot stehen sollte
- Zahl der ortsveränderlichen Geräte
- Maschinen und fest angeschlossene Verbraucher
- Ortsfeste Anlagen (Schaltschrank, Unterverteilung)
- Prüfplaketten
- Anfahrt
- Prüfprotokoll
Preisfaktoren
Was den Preis wirklich bewegt
Der Stückpreis ist nur ein Teil der Rechnung.
01
Die Menge
Der Stückpreis fällt mit der Anzahl. Zwanzig Geräte an einem Standort sind teurer je Stück als zweihundert. Wer mehrere Standorte hat, sollte sie zusammen anfragen.
02
Die Vorbereitung
Wenn eine aktuelle Geräteliste existiert und die Geräte zugänglich sind, geht die Prüfung zügig. Fehlt die Liste, wird zuerst inventarisiert – und das kostet Zeit, die niemand eingeplant hat.
03
Der Betriebsablauf
Prüfen im laufenden Betrieb ist möglich, aber langsamer. Wer Wochenend- oder Randzeiten möchte, zahlt dafür – spart dafür Stillstand.
04
Was danach passiert
Ein reiner Prüfdienstleister stellt fest, dass ein Gerät durchgefallen ist. Ein Elektrobetrieb kann es im selben Zug in Ordnung bringen. Das ist im Stückpreis nicht sichtbar, im Gesamtaufwand aber der größte Unterschied.
Vorsicht
Drei Posten, die in Angeboten gern fehlen
Sie machen aus einem günstigen Stückpreis schnell eine teure Rechnung.
Posten 1
Die Anfahrt
Steht sie nicht im Angebot, taucht sie auf der Rechnung auf. Bei mehreren Terminen fällt sie mehrfach an, etwa wenn Geräte beim ersten Termin nicht zugänglich waren.
Posten 2
Die Nachprüfung
Was durchfällt, muss nach der Reparatur erneut geprüft werden. Manche Anbieter rechnen das als eigenen Auftrag ab, inklusive neuer Anfahrt.
Posten 3
Die Dokumentation
Das Prüfprotokoll ist das, was im Schadensfall zählt. Bei manchen Anbietern wird es extra berechnet, bei anderen ist es enthalten. Fragen Sie das ausdrücklich ab.
Fristen
Wie oft geprüft werden muss
Die DGUV Vorschrift 3 nennt keine starren Intervalle, sondern verlangt eine Prüfung in Abständen, die zur tatsächlichen Beanspruchung passen. In der Praxis haben sich Richtwerte etabliert:
Ortsfeste Anlagen – in der Regel alle vier Jahre. Ortsveränderliche Betriebsmittel – je nach Umgebung zwischen sechs Monaten und vier Jahren. Ein Rechner im Büro wird deutlich seltener geprüft als eine Bohrmaschine auf der Baustelle.
Wer die Fehlerquote dokumentiert und sie unter zwei Prozent liegt, darf die Intervalle verlängern. Das ist der Hebel, mit dem sich die laufenden Kosten am wirksamsten senken lassen – aber er funktioniert nur mit sauberer Dokumentation von Anfang an.
Der Unterschied zum E-Check im Privathaushalt: Dort geht es um eine freiwillige Zustandsprüfung. Hier geht es um eine Pflicht des Arbeitgebers, die im Schadensfall geprüft wird. Was wir konkret anbieten, steht auf der Seite zur DGUV-V3-Prüfung.
Häufige Fragen
Was Betriebe vorher wissen wollen
Wer haftet, wenn nicht geprüft wurde?
Der Unternehmer. Die Pflicht zur Prüfung liegt beim Arbeitgeber, nicht beim Prüfdienstleister. Nach einem Unfall oder Brand fragen Berufsgenossenschaft und Versicherung als Erstes nach dem Prüfprotokoll.
Muss der Betrieb dafür stillstehen?
Nein. Ortsveränderliche Geräte prüfen wir im laufenden Betrieb, Arbeitsplatz für Arbeitsplatz. Nur bei ortsfesten Anlagen muss kurz abgeschaltet werden – das legen wir auf Zeiten, die Ihnen passen.
Können wir selbst prüfen?
Nur mit einer befähigten Person nach TRBS 1203 und geeigneten, kalibrierten Messmitteln. Für die meisten kleineren Betriebe lohnt sich das nicht, weil dazu eigene, regelmäßig kalibrierte Messtechnik und eine entsprechend qualifizierte Person gehören.
Was passiert mit Geräten, die durchfallen?
Sie bekommen eine rote Kennzeichnung und dürfen nicht weiterbenutzt werden. Wir sagen Ihnen dazu, ob sich eine Reparatur lohnt oder ob ein Neugerät günstiger ist – bei alten Verlängerungskabeln ist die Antwort meist eindeutig.
Erinnern Sie uns an die nächste Prüfung?
Das ist genau der Punkt, an dem große Prüfdienstleister meist schwächeln. Sprechen Sie uns darauf an – wir klären, wie wir das für Ihren Betrieb festhalten.
Ist die DGUV-V3-Prüfung dasselbe wie der E-Check?
Nein. Der E-Check ist eine Marke des Elektrohandwerks für die freiwillige Zustandsprüfung, vor allem im Privatbereich. Die DGUV-V3-Prüfung ist eine Pflicht für Betriebe. Technisch überschneiden sich die Messungen, rechtlich sind es zwei Paar Schuhe.
Warum Niebecker
Meisterbrief, Innung, E-Marke
Sagen Sie uns, was zu prüfen ist
Eine grobe Zahl genügt für den Anfang: wie viele Geräte, wie viele Verteilungen, wie viele Standorte. Beim ersten Termin vor Ort – der ist kostenlos – sehen wir uns das an, danach erhalten Sie einen Festpreis.